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Die Brandenburgische Boden in der Presse

Einstige Werft erlebt neuen Aufschwung

LÖNNEWITZ

Im Industrie- und Gewerbegebiet Lönnewitz ist der letzte „dicke Brocken“ geknackt. Die UESA GmbH hat das Gebäude gekauft und richtet eine neue Produktionsstätte her.

Immobilie Flughafen LönnewitzAllein die Halle in der alten Flugzeugwerft bietet viel Platz. Hinzu kommen zahlreiche weitere Räume in den Seitenbereichen und im teils zweistöckig gebauten Gebäude. Seit Wochen wird entkernt und saniert, damit hier ab Mai produziert werden kann.

Selbst Schnee, Eis und Minustemperaturen können den Fortgang der Arbeiten in der einstigen Flugzeugwerft im Industrie­ und Gewerbegebiet Lönnewitz nicht aufhalten. Seit Wochen wird entkernt und saniert. Helmut Hoffmann, Geschäftsführer der UESA GmbH und Käufer des letzten „großen Brockens“ auf der Konversionsfläche, hat den Zeitplan im Blick und lässt keine Pause zu. Schließlich soll ab Mai hier produziert werden. Er ist überzeugt, alles richtig gemacht zu haben. Hoffmann gehörte mit zu den Ersten, die mit der zivilen Nachnutzung des einstigen Russenflugplatzes begannen. „Ich habe damals schon mit dieser alten Werft geliebäugelt, dann aber letztlich die beiden Shelter für unsere Produktion nachgenutzt. Zu dieser Zeit haben sie für unsere Pläne einfach besser gepasst“, blickt der Geschäftsmann zurück. Aufgegeben hat er die Idee irgendwie wohl nie und immer beobachtet, was aus dem Areal wird. 20 Jahre später ist dann aus seiner Sicht die Zeit reif gewesen, die Ausgangsidee noch einmal zu verfolgen. Inzwischen sind das 6000 Quadratmeter große Gebäude und das dazugehörige 4,6 Hektar große Grundstück gekauft. „Wir hätten sicher preiswerter neu bauen können“, räumt Hoffmann ein, „aber die Werft bietet die Chance, mehr daraus zu machen, als wir heute brauchen“, lässt Hoffmann Weitblick erkennen. Entwicklungsmöglichkeiten gebe es ohne Ende. Die Kategorisierung des Geländes als Industriegebiet lasse keine Einschränkungen für den Produktionsstandort erkennen, benennt der Unternehmenschef den wesentlichen Vorzug des Standortes. In der Tat sei es so, dass mit Produktionsbeginn vor Ort im Mai erst einmal nur zwischen 30 und 40 Prozent des Gebäudes ausgelastet seien, rechnet er vor. Künftig sollen hier die Hausanschlusskästen montiert werden. Diese Produktionslinie soll komplett vom Hauptstandort Uebigau zur neu erweiterten Nebenstelle in Lönnewitz übersiedeln. Mit ihr wechseln nach jetzigen Planungen 15 Beschäftigte ihren Arbeitsort. Am Start im Mai lässt Hoffmann keine Luft ran, weil ab dann ein großer Exportauftrag abzuarbeiten ist, der „große Flächen, insbesondere auch für Lagerung, erfordert. Die hätten wir anderweitig sonst anmieten müssen“, berichtet der Chef und schaut in die Runde. Wetterbedingt ist kein Großandrang, aber dennoch wird an mehreren Stellen gearbeitet. Im zweiten Geschoss entkernen Arbeiter alte Büros. Unweit davon entfernt sollen Sanitär­ und Umkleideräume entstehen. Auch dafür werden schon Vorbereitungen getroffen. Im unteren Bereich ist Boden neu geschüttet worden und trocknet vor sich hin. „Wir haben noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch das Dach dicht bekommen und Fenster erneuert. Das hat uns in die Lage versetzt, jetzt Stück für Stück weiterzuarbeiten“, sagt Hoffmann. Zu tun gab und gibt es genug. Selbst wenn die Werft geschafft ist, wartet auf den Freiflächen, auf denen noch einige kleinere marode Gebäude stehen, genug Arbeit.

Erst Ende vergangenen Jahres ist eine 3,9 Millionen Euro teure neue Produktionshalle am Hauptstandort des
Uebigauer Schaltanlagenbauunternehmens UESA im Uebigauer Gewerbegebiet eingeweiht worden.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) nahm sie symbolisch in Betrieb. Schon während
dieses Festaktes stand fest, dass der Platz zum Abarbeiten aller Aufträge dennoch nicht reichen wird. UESAGeschäftsführer
Helmut Hoffmann kündigte für 2017 mit Blick auf Lönnewitz weitere Investitionen im
Rahmen von 1,5 bis 2 Millionen Euro an.
Zum Thema:, der Fortschritt in Lönnewitz

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